Neuerscheinungen

In den letzten zwei paar Tagen gab es eine wahre Flut an neuen Flugzeugmodellen für X-Plane. Prominent natürlich IXEGs Boeing 737-300, seit nunmehr sechs Jahren recht öffentlichkeitswirksam in Entwicklung, hat es bei X-Aviation endlich ins Ladenregal geschafft. Ebenfalls seit langer Zeit in Entwicklung, wurde nun auch EADTs Boeing 737-800 in Version 5 released – und damit erstmals mit 3D-Cockpit. Zu guter letzt sei noch die von x-plane.hu entwickelte Let L-410 erwähnt, die ebenfalls in Neuauflage gelandet ist.

Da IXEG es letzten Samstag als erste geschafft haben, ihr Release zu platzieren, habe ich mich in der vergangenen Woche hauptsächlich mit diesem Modell auseinandergesetzt (und natürlich war ich nach der langen Entwicklungszeit und den vielen Videos von Jan schon sehr neugierig auf den Vogel). Seit Release habe ich ca. 30 Flugstunden mit der B733 zusammengeflogen, und ich muss sagen, das Modell ist äußerst faszinierend und war für mich eine lohnende Investition.

Doch was macht die B733 so besonders im Vergleich mit anderen Payware-Modellen, und wodurch rechtfertigt sich der vergleichsweise hohe Preis? Aus meiner Sicht sind es die hohe Detailtreue bei der Umsetzung der Systeme, das in exzellenter Weise ausgetüftelte Flugmodell, die sehr gute Dokumentation und nicht zuletzt der (zumindest bisher) hervorragende Support durch das IXEG-Team. Dabei sollte vielleicht eines vorweg gesagt sein: IXEGs B733 ist ein Modell für ernsthafte Simulator-Piloten. Ja, man kann damit auch einfach losfliegen – die Entwickler haben sich alle Mühe gegeben, das Flugzeug auch dafür fit zu machen. Aus meiner Sicht wäre das aber reine Verschwendung – wer nicht reichlich Zeit ins Erlernen der richtigen Prozeduren stecken möchte, wird die Möglichkeiten dieses Modells nicht einmal ansatzweise ausschöpfen.

Nicht verschwiegen werden soll an dieser Stelle, dass die B733 bis dato (Version 1.0.2) den Reifegrad einer guten Beta-Version hat. IXEG hat auf eine öffentliche Beta-Phase verzichtet (es gibt gute Gründe sowohl dafür als auch dagegen), sieht sich jedoch jetzt mit einem nicht gerade kleinen Berg an Bug-Reports konfrontiert (Stand heute ca. 400 Reports, davon sicherlich einige doppelt – ich würde aber insgesamt eine dreistellige Zahl erwarten). Klar, viele Dinge sind nur Kleinigkeiten, und nicht wenige der Fehler wurden überhaupt erst entdeckt, weil Dinge ausgetestet wurden, die man in einem anderen Modell vielleicht gar nicht erst versucht hätte. Dennoch zeigen gerade die simpleren Fehler eine der großen Schwächen bei der Entwicklung von Addons für X-Plane generell: Es fehlt an solider Software-Produktion. Das zu erörtern gehört jedoch in einen gesonderten Blogeintrag – das Thema ist zu weitschweifig, und ich will schnell noch eine Runde fliegen…

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