Aufgerüstet

Ich gehöre zu den Leuten, die altmodischerweise noch an einem Desktop-Computer festhalten. Da ist einfach immer noch mal eine Nummer mehr „Bums“ hinter als bei Notebooks oder gar Tablets. Besonders, wenn man eine Flugsimulation mit hoher Auflösung betreibt, geht die Framerate gerne schnell in den Keller. Das war auch bei meiner alten Workstation der Fall (immerhin aus dem Jahre 2011), die sich zwar dank zweier Xeon Hexacore CPUs und viel RAM bei vielen Dingen immer noch wacker schlägt, bei 3D-Grafik aber mittlerweile doch ihre Grenzen erkennen lässt (und nebenher die Geräuschkulisse eines startenden Turbofan-Triebwerks von sich gibt).

Deshalb habe ich in einen neuen Rechner investiert, der nun neben der alten Workstation seinen Betrieb aufgenommen hat. Da ich den Rechner speziell für die Nutzung mit X-Plane zusammengestellt habe, wurde diesmal auf die zweite CPU verzichtet (X-Plane nutzt ohnehin nur wenige Kerne, profitiert aber von einer schnelleren CPU). Stattdessen gab's die derzeit schnellste verfügbare Skylake-CPU (Core i7-6700K), kombiniert mit einer NVIDIA GeForce GTX Titan X. Erstere wird durch eine Wasserkühlung bei Laune gehalten, wodurch der Geräuschpegel des gesamten Systems angenehm leise ausfällt.

Auch bei den Speichermedien gab es einen deutlichen Schritt nach vorne: während die alte Workstation noch mit vier mechanischen SATA-Festplatten zu je 320GB in Wechselrahmen daher kam, nutzt der neue Rechner einen 512GB großen V-NAND Speicher, der über PCIe angebunden ist und daher noch einmal deutlisch schneller als eine über SATA angebundene SSD daherkommt. Diese Kapazität ist aber für X-Plane ein wenig zu klein (besonders wenn Andras Fabians HD und UHD Mesh ins Spiel kommen), daher stecken zusätzlich zwei Samsung SSD 850 Pro zu je einem TB mit im Rechner, die als knapp zwei TB großes Stripeset für X-Plane reserviert sind und per S-ATA 6Gb/s auch nicht gerade langsam arbeiten.

Schließlich blieb noch die Frage des Monitors offen – meine alte Workstation teilt sich über einen 24″ Samsung SyncMaster 245B mit (stammte noch vom Vorgänger-Rechner). Da ich die Workstation noch weiter betreibe, musste also ein neuer Monitor her. Meine Wahl fiel schließlich auf einen 32″ Samsung S32D850T mit WHQD Auflösung (2560×1440) und LED Hintergrundbeleuchtung. Dieser Monitor ist wirklich™ groß – also so richtig, meine ich. Ich hatte schon Fernsehgeräte, die deutlich kleiner waren… Sicherlich kein klassischer Gaming-Monitor (da mit einem MVA Panel ausgestattet), dafür aber mit hervorragendem Kontrast und einem großen Blickwinkel. Da taucht man als virtueller Pilot so richtig ein. Nur meine alte Wallpaper-Sammlung ist damit nutzlos geworden…

Bei der übrigen Peripherie bin ich konservativ geblieben. Meine Thrustmaster HOTAS Warthog Flight Controls sind natürlich mit umgezogen, ebenso wie meine Logitech Z4 Lautsprecher (Subwoofer und Stereo-Hochtöner). Bei Tastatur und Maus habe ich zu altbekannt-bewährtem gegriffen (Cherry G80-3000 Tastatur und Logitech M500 Corded Mouse). Diese beiden leisten mir auch schon an der alten Workstation gute Dienste, konnten aber nicht mit umziehen, da sie dort ja noch benötigt werden.

So, genug Zeit mit dem Webbrowser verbracht – das Cockpit ruft…

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