Turbo-Klassiker

Die unter dem Label X-Scenery entwickelte und von X-Aviation vertriebene Mitsubishi MU-2 Marquise gibt es schon seit einer halben Ewigkeit – 2009 gab's die erste Version für X-Plane 9. Der Entwickler blieb am Ball, und so lässt sich die für ihre schwierigen Flugeigenschaften berüchtigte Maschine auch heute noch in X-Plane genießen. Ich selbst bin erst dieses Wochenende dank einer Rabatt-Aktion über das Modell gestolpert, und musste natürlich gleich ein bisschen damit herumprobieren. Irgendwie muss man ja die Zeit bis zum IXEG-Release überbrücken…

Und hier schließt sich dann auch schon der Kreis: Die MU-2 wurde seinerzeit von Tom Kyler entwickelt, heute seines Zeichens Code-Meister bei IXEG. Tom hat selbst Flugerfahrung auf der echten MU-2B-60 (so der technische Name für die Marquise); entsprechend anspruchsvoll ist das Flugmodell geraten. Die Marquise ist nichts für Weicheier; um sie wirklich kontrollieren zu können braucht man eine Menge Übung mit der Trimmung. Überhaupt ist dies das erste Modell unter X-Plane, bei dem ich wirklich den Aileron Trim benutzen musste. Na ja, jetzt ist der letzte freie Coolie Hat auf meinem Joystick eben auch noch sinnvoll belegt…

Beherrscht man einmal den manuellen Flug, hat man das Flugzeug auch schon weitgehend im Griff. Die Navigation erfolgt entweder per Funk (VOR oder ADF) oder GPS – man braucht sich also nicht zusätzlich in ein FMS o. ä. einarbeiten. Für den Sichtflug eignet sich die Maschine weniger – dafür fliegt sie einfach zu hoch und zu schnell. A propos schnell: wenn die Leistungscharakteristik des Modells die des Originals einigermaßen wiedergibt, dann ist das eine ganz schöne Rennmaschine. Die MU-2 schafft für einen Turboprop beeindruckende Steigraten von über 2.000ft/min und erreicht in Reiseflughöhe (15.000ft) eine Geschwindigkeit von über 240kt IAS (ca. 290kt TAS).

Da dem Modell ein Paintkit beiliegt, habe ich mir gleich eine Livery gebastelt. Diesmal habe ich tatsächlich eine Wellenform genutzt, musste im Gegenzug aber auf ein Logo auf dem Rumpf verzichten. So langsam kriege ich tatsächlich Übung mit Photoshop. Die Livery der Marquise fällt qualitativ trotzdem etwas bescheiden aus, da das Modell nur für 1k Texturen ausgelegt ist. Hinzu kommt, dass die Normal Map etwas gewöhnungsbedürftig ist. Wie gewohnt steht die Livery im Hangar zum Download bereit.

Bei nächster Gelegenheit werde ich mich dann einmal der Bemalung von STMA's Pilatus PC-12 widmen. Jim McNeill hat mir dankenswerter Weise ein Paintkit zur Verfügung gestellt. Kerry Cross, der Painter im STMA Team, wird die Livery erst qualitätsprüfen, bevor ich sie veröffentlichen darf. Diesmal könnte es also etwas länger dauern…

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