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My Universe Blog » Entries Tagged as Ubuntu

Unity vs. Gnome 3

Posted by Jesco Freund at Jan. 14, 2012 1:05 p.m.

Seit der Umstellung meiner Workstation auf Ubuntu habe ich dort Unity als Desktop-Umgebung eingesetzt, während mein Notebook seit der Migration auf Fedora Linux mit Gnome 3 werkelt. In den vergangenen drei Monaten kam ich also in den „Genuss“, mit zwei verschiedenen Desktop-Umgebungen zu arbeiten – eine etwas unglückliche Konstellation, da Bedienkonzept, Tastenkombinationen und Mausgesten natürlich nicht identisch und somit gelegentliche „Fehlbedienungen“ vorprogrammiert sind. Höchste Zeit also, die beiden einmal einander gegenüber zu stellen.

An Gnome 3 hatte ich mich recht fix gewöhnt, die anderenorts so häufig geäußerte Kritik ist für mich weitgehend nicht nachvollziehbar. Gut, ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die ihren Desktop erst mal drei Wochen lang frisieren, bevor sie damit arbeiten können, aber der Hauptgrund, aus dem Gnome 3 mir recht schnell ans Herz gewachsen ist, ist die angenehme Übersichtlichkeit, die der Desktop an fast allen Stellen mitbringt – sei es nun die in der Standardeinstellung leere Arbeitsfläche, die übersichtliche Arbeitsflächenauswahl oder die Darstellung aller offenen Fenster auf einen Blick; all dies kommt meiner Art zu arbeiten sehr entgegen.

Natürlich hat Gnome 3 auch noch einige Macken, die nicht verschwiegen werden sollen. Der Umständliche Weg, erst mit JavaScript-Dateien herumwurschteln zu müssen, um im Systemmenü die benötigten Einträge angezeigt zu bekommen, ist sicherlich schwer verbesserungsbedürftig. Auch einige der neuen Programme (wie etwa Empathy anstelle von Pidgin) sind für mich völlig unbrauchbar, was sich allerdings mittels Paketmanager in der Regel problemlos beheben lässt. Gerade im genannten Fall ist die Integration allerdings etwas fummelig, selbst mit der entsprechenden Extension funktioniert es nicht ganz reibungslos.

Unity hat seine Stärken vor allem in der guten Integration, die unter Ubuntu damit erreicht wird – damit hört es aber auch schon auf. Die größte Schwäche von Unity ist meiner Meinung und Erfahrung nach das Fehlen jeglicher Übersichtlichkeit, auch wenn die Unterschiede zu Gnome 3 auf den ersten Blick marginal erscheinen. Das Dock-Menü links ist der erste Stolperstein; möglicherweise sind es aber auch einfach Bugs, die verhindern, dass Programme zuverlässig hinzugefügt und entfernt werden können. Wirklich störend ist allerdings das unvorhersagbare Verhalten von Fenstern. Anwendungen starten ohne erkennbaren Grund mal maximiert, mal mit der zuletzt gewählten Fenstergröße und -position, und mal mit scheinbar zufällig gewähltem Fensterlayout.

Die Positionierungsfunktion ist auf einem Desktop-System mit großem Bildschirm ebenfalls eher störend, richtig ärgerlich ist aber die Tatsache, dass übereinander liegende Fenster nicht oder nur schlecht bzw. umständlich zugänglich sind. Eine Übersicht über geöffnete Applikationen fehlt völlig, und das Programm-Menü ist eine einzige Fehlkonstruktion, weil man sich immer erst mit drei Klicks zu den Applikationen durchhangeln muss (und die zuletzt gewählte Ansicht auch beim nächsten Öffnen nicht wieder hergestellt wird). Ein weiteres Ärgernis ist die Zentralisierung der Menüleiste aller Anwendungen am oberen Bildschrimrand – schön beim Mac geklaut, aber völlig sinnlos (und vor allem bremsend), wenn der Bildschirm (wie in meinem Fall) genügend Platz bietet.

Mein Fazit: Man kann mit Unity arbeiten, wenn man unbedingt muss. Ich selbst komme aber derzeit mit Gnome 3 am besten zurecht, weswegen Unity heute auch gegen selbiges ausgetauscht wurde. Übrigens: Unter Ubuntu ist Gnome 3 leider etwas verfrickelt, weil die Paket-Entwickler mal wieder nicht die Finger von den Defaults lassen konnten. So funktioniert etwa die lebenswichtige Alt + F2 Tastenkombination nicht, sondern muss erst in den Tastatureinstellungen aktiviert werden. Auch das Standard-Fensterlayout (Adwaita) wurde durch ein Unity-ähnliches Theme ersetzt, das mit Gnome 3 aber nicht so recht harmonieren mag (zumal dadurch die Buttons für Fenstermaximierung und -minimierung deaktiviert wurden, was sich nur mit dem Gnome Tweak Tool wieder reparieren lässt).

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Der Feind auf meinem Rechner

Posted by Jesco Freund at Oct. 26, 2011 2:02 p.m.

Es ist ja kein Geheimnis, dass zwischen Ubuntu Linux und mir eine herzliche Abneigung besteht. Aber auch ich werde älter, und FreeBSD ist mir dieses Jahr schon zweimal durch Totalversagen der Desktop-Umgebung (bedingt durch unbedachte oder nicht dokumentierte Änderungen an den Ports) auf den Wecker gegangen. Ein drittes Mal wollte ich nun nicht wieder alle 900 installierten Ports bauen, mit der Aussicht, das nach einem Upgrade auf 9.0 gleich nochmal tun zu dürfen.

Nun habe ich auf dem Notebook schon seit längerer Zeit Fedora im Einsatz und bin damit auch weitgehend zufrieden. Gerade im normalen Office- und Internet-Bereich schenken sich die Distributionen eh nichts, und der Fedora Installer macht es angenehm unkompliziert, das ganze OS auf ein verschlüsseltes LVM zu verbannen. Dennoch hat Fedora einige Schwächen, die mich jetzt dazu bewogen haben, für die Workstation auch andere Alternativen in Betracht zu ziehen. Wie in meiner Bilanz bereits beschrieben, schwächelt Fedora insbesondere als Entwicklungsplattform und „glänzt“ durch seine Verweigerungshaltung gegenüber Software, deren Lizenzen dem Fedora-Team nicht genehm sind.

Auf dem Notebook fällt das nicht so stark ins Gewicht; insbesondere die gute Einbindung von dm-crypt macht diese Macken wieder wett. Auf der Workstation hingegen sieht es anders aus: Plattenverschlüsselung macht wenig Sinn, und ständiges Hantieren mit 3rd Party Repositories oder gar die Umgehung des Paketmanagements sind auf Dauer keine Lösung.

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Depinguiniert

Posted by Jesco Freund at Nov. 13, 2008 10:54 p.m.

uname -imrs
FreeBSD 7.1-PRERELEASE amd64 EARTHSEA

So meldet sich das neueste Mitglied in meinem Serverpark, ein Hetzner DS8000, nachdem ich ihn volle 7 Stunden malträtiert habe. Das vorinstallierte Ubuntu 8.04 musste dabei „leider“ dran glauben 8-). In der nächsten Zeit stehen damit wieder ein paar Umzüge an, aber diesmal kann ich es gemächlich angehen lassen, weil die kleinere Maschine, auf der heute das meiste liegt, als Backup erst weiterlaufen wird. Vornehmlich die Jails mit dem ganzen Entwicklungskram (Subversion, Redmine, Trac) werden wohl als erste umziehen müssen, damit ich wieder ein bisschen RAM freibekomme.

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Auf Abwegen

Posted by Jesco Freund at Aug. 30, 2008 12:46 a.m.

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Nach langem und zähem Widerstand ist es nun doch passiert – ich wurde ubuntuisiert. Grund dafür ist nicht etwa ein plötzlicher Sinneswandel oder akut ausgebrochener Wahnsinn, sondern schlicht und ergreifend neue Hardware und eine gewisse Faulheit meinerseits, ein komplettes Linux „from Scratch“ hochzuziehen. Auf mein favorisiertes OS konnte ich leider nicht zurückgreifen, da für die x86_64-Variante kein Nvidia-Treiber zur Verfügung steht, ich andererseits aber gerne die 4 GB RAM auch nutzen würde. Um in den Genuss eines so gut wie fertig konfigurierten Systems zu gelangen, kamen also nur die „großen“ Linux-Distributionen in Frage, wobei mir Ubuntu am geeignetsten schien (von Linux Mint gibt es leider keine amd64-Variante, sonst hätte die Wahrscheinlich das Rennen gemacht). Meine Hardware wurde bis auf die WLAN-Karte (Intel WiFi 5300 „Shirley Peak“) komplett erkannt und korrekt konfiguriert. Mit etwas Glück wird die aber mit Kernel 2.6.27, spätestens dann mit 2.6.28 auch unterstützt. Sogar das Synaptics Touchpad war nicht nur funktionsfähig, sondern auch gleich mit dem Scrollstreifen richtig konfiguriert.

Neben Ubuntu 8.04 und Windows XP (hey, Sacred und C&C Generals laufen da einfach besser als unter Linux 8-)) läuft seit heute auch noch OpenSolaris 2008.05 mit auf dem Notebook. Irgendwie muckt da aber die Netzwerk-Konfiguration noch (die Realtek-Karte wird zwar als rge0 korrekt erkannt, verweigert aber die Zusammenarbeit mit DHCP. Auch mit statischer Konfiguration will sie noch nicht so, wie ich will. Auch die Soundkarte (Intel HDA 82801I) muss erst noch zur Zusammenarbeit überredet werden. Aber irgendwas muss ja schließlich auch noch für morgen zu tun bleiben.

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Automatische Update-Benachrichtigungen

Posted by Jesco Freund at March 2, 2008 2:21 p.m.

Wer viele Server administriert, die auch noch mit verschiedener Software bestückt laufen, wird den Komfort zu schätzen wissen, täglich per E-Mail über verfügbare Updates auf dem laufenden gehalten zu werden. Auf Linux-Systemen, die mit Debian's Paketmanager aptitude ausgestattet sind, lässt sich dazu das folgende kleine Skript verwenden:

#!/bin/bash

/usr/bin/aptitude update > /dev/null 2>&1

lfile=$(/bin/mktemp /tmp/uck.XXXXXXXXXX)
/usr/bin/aptitude -s --purge-unused -q -y -Z safe-upgrade > $lfile 2>&1
/bin/cat $lfile | /usr/bin/mail -s "Update check report for `/bin/hostname -s`" your.name@your-domain.tld
rm $lfile

Wichtig: Auf jeden Fall den Schalter -s verwenden – zu entscheiden, welche Veränderungen tatsächlich am System vorgenommen werden sollen, ist immer noch Aufgabe des Admins.

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Ubuntu 7.10 und Xen "Quick 'n Dirty"

Posted by Jesco Freund at Feb. 3, 2008 1:28 a.m.

Seit eben gibt es ein neues HowTo zur Installation von Ubuntu 7.10 mit Xen. Das HowTo ist während einer heute durchgeführten Installation entstanden. Das dabei angefertigte Installationsprotokoll habe ich etwas überarbeitet und einmal durch AsciiDoc gejagt.

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The One and Only…

Posted by Jesco Freund at Dec. 16, 2007 12:02 p.m.

… gibt es nicht. Jedenfalls nicht unter den unixoiden Betriebssystemen. Für ein umfangreicheres Xen-Setup ein geeignetes Basis-System zu finden gestaltet sich schwieriger, als ich zunächst dachte. Favorit wäre für mich ein BSD-System; das einzige, das zur Zeit mit Xen-Unterstützung daherkommt, ist NetBSD. Nicht schlecht, aber NetBSD fehlt ein tauglicher Volume Manager, nachdem vinum mit 4.0 endgültig aus dem System fliegt – nicht weiter verwunderlich, da das Projekt seit 2004 nicht mehr weiterentwickelt wurde. Und bei dem Gedanken an eine Datenbank-DomU unter Volldampf auf einem Disk Image File kommt mir irgendwie das kalte Grausen. Richtig schick wäre ja ein System mit ZFS-Unterstützung, aber da käme nur OpenSolaris in Frage, und das ist mir wiederum für ein Produktivsystem zu wackelig und zu viel Bastelei.

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Ein gefräßiger Affe für den Server

Posted by Jesco Freund at Nov. 24, 2007 10:06 p.m.

Nein, dieser Beitrag soll kein neuerliches Ubuntu-Bashing sein – für den Server finde ich Ubuntu nämlich durchaus sehr brauchbar. Gegenüber „purem“ Debian besteht der Vorteil regelmäßiger Releases, kürzerer Release-Zyklen und damit aktuellerer Software. Speziell die relativ aktuellen Xen-Pakete, die der gefräßige Primat (wer denkt sich eigentlich diese Namen aus?) mitbringt, üben auf mich eine gewisse Anziehungskraft aus.

Da die Installation aus dem Rettungssystem ein bisschen anstrengend ist (nur mit debootstrap allein ist es ja noch nicht getan), habe ich mir ein Installationsskript zusammengebastelt, das mit den meisten Linux-basierten Rettungssystemen funktionieren dürfte. Installiert wird damit je nach Wahl ein 32- oder 64-bittiges Ubuntu (auch die Version ist wählbar) mit Server-Kernel und Lilo als Bootloader. Getestet habe ich das Skript mit einem Hetzner-Server im 64-Bit Rettungssystem. Hier erkennt das Skript alle benötigten Einstellungen selbst; alle Vorgabewerten können einfach bestätigt werden.

wget http://svn.my-universe.com/scripts/trunk/ubuntu-tools/src/ubuntu-installer.sh
chmod 0700 ubuntu-installer.sh
./ubuntu-installer.sh

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Gutsy auf dem Prüfstand

Posted by Jesco Freund at Nov. 18, 2007 7:02 p.m.

Um es vorweg zu sagen: ich bin kein großer Freund von Ubuntu. Das fröhlich-bunte Linux für alle war mir irgendwie schon immer suspekt. Vielleicht, weil es den Anspruch erhebt, auch für DAUs geeignet zu sein. Vielleicht aber auch, weil es auf Debian basiert (das ich ebenfalls nicht mag). Oder auch einfach nur, weil der Desktop nach der Standard-Installation so häßlich braun aussieht.

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