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Trac vs. Redmine

Posted by Jesco Freund at Oct. 26, 2008 7:46 p.m.

Keine Sorge, das hier wird nicht die x-tausendste Neuauflage des „bisher habe ich Trac benutzt, aber jetzt mach ich Redmine weil das ja viel geiler ist“ Gequatsche. Momentan wandern einige Projekte von Trac zu Redmine (wie z. B. Lighttpd), und deshalb wollte ich wissen, was wirklich dran ist an den Vorzügen von Redmine. Tja, was soll ich sagen – Redmine hat sich einer Beurteilung geschickt entzogen. Meine sämtlichen Versuche, unter FreeBSD und Gentoo Linux eine lauffähige Produktionsumgebung aufzusetzen, sind bisher gescheitert. Probiert habe ich mit Redmine 0.7.3 sowie mit dem aktuellen Stand aus Subversion (-r1953), jeweils mit einer passenden Rails-Umgebung.

Unter FreeBSD verweigerte das Release die Zusammenarbeit mit PostgreSQL (trotz korrekt installierter Bindings). Der Snapshot nahm diese Hürde hingegen problemlos und ließ sich per WEBrick auch in Betrieb nehmen. Allerdings wollte er partout nicht per FastCGI mit Lighttpd zusammenarbeiten (wiederum trotz vorhandener FastCGI-Bindings für Ruby), was allerdings für mich Voraussetzung für den Produktivbetrieb wäre. Unter Gentoo Linux habe ich beide Versionen mangels installiertem RDBMS mit SQLite3 konfiguriert, was im Testbetrieb mit WEBrick anstandslos funktionierte. Aber auch hier war an eine Zusammenarbeit mit Lighttpd nicht zu denken. Zwar wurden die FastCGI-Prozesse korrekt erzeugt, aber nach ein paar Sekunden verabschieden sie sich in Status defunct; Ursache bis dato unbekannt.

Fazit: Soweit ich das aus den Tests mit WEBrick beurteilen kann, hat Redmine durchaus interessante Features, bietet aber im wesentlichen auch nicht viel mehr, als Trac mit entsprechenden Plugins leisten kann (das Argument „mehrere Projekte“ zählt in meinen Augen nicht, da Trac für die Verwaltung mehrerer Projekte mit seinen Environments schlicht eine andere Strategie verfolgt als Redmine). Allerdings ist Redmine noch nicht so stabil und problemlos in der Installation wie Trac – von den grausamen Abhängigkeiten (genau Version X von Tool Y) ganz zu schweigen. Ich werde Redmine zwar weiter auf dem Radar behalten, aber für den produktiven Einsatz bleibe ich erst mal bei Trac.

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SourceForge "light" im Eigenbau

Posted by Jesco Freund at Jan. 6, 2008 3:19 a.m.

Ein eigener kleiner Projektserver à la SourceForge.net lässt sich in abgespeckter Form ziemlich einfach realisieren – dank Subversion und Trac ist es kein Problem mehr, den Überblick über die eigenen Projekte zu bewahren. In diesem Beitrag beschreibe ich die Einrichtung eines Projektverwaltungs-Servers unter OpenBSD 4.2. Dabei werden die folgenden Vorgaben umgesetzt:

  • Jedes Projekt erhält ein eigenes Subversion-Repository
  • Jedes Projekt erhält eine eigene Trac-Instanz
  • Die Trac-Instanzen sind unter http://projektname.domain.tld erreichbar
  • Schreibender Zugriff auf das Subversion-Repository erfolgt nur über SSH mit Public Key Authentifizierung
  • Die Trac-Instanzen werden bestmöglichst voneinander abgeschottet

Direkter anonymer SVN-Zugriff ist mit dem vorgestellten Setup zwar nicht möglich, aber dafür entschädigt Trac mit einem recht ordentlichen Source Code Browser.

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