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My Universe Blog » Entries Tagged as SmartPhone

The Good Old Days

Posted by Jesco Freund at March 30, 2011 9:50 p.m.

Twitter ist down, der Feedreader macht Zicken und das Telefon will keinen zweiten Google-Account anlegen.

Computer helfen uns, Probleme zu lösen, die wir ohne sie gar nicht erst hatten.

Wohl war – zumindest der ganze neumodische Kram verschlingt viel zu viel meiner ohnehin knappen Freizeit. Was war das doch einfach, als man nur mal kurz online ging, um die Mails herunterzuladen und den Newsreader auf Stand zu bringen… Verdammt, warum mussten die Provider auch unbedingt Flatrates einführen? Früher hat man seine Online-Zeit schon aus Kostengründen eingeschränkt. Jetzt verdaddelt man eben mal den halben Feierabend mit der Lektüre sinnfreier Tweets und Status-Updates aus dem sozialen Netzwerk.

Auch wenn ich kein richtiges Kind der Usenet-Zeit mehr bin – die Kommunikation über Mailinglisten und „normale“ Foren war irgendwie effizienter. Gerade die thematische Gruppierung war und ist in meinen Augen immer noch ein großes Plus gegenüber dem im Web 2.0 populär gewordenen Tagging. Bei vorgegebenen Kategorien ist der Spielraum für falsche Zuordnungen nicht so groß, und im Zweifel sind immer noch Moderatoren da, die regelnd eingreifen können. Tags hingegen sind eine eher individuelle Angelegenheit – mit anderen Worten, ich muss alle Inhalte selbst taggen, um hinterher noch etwas damit anfangen zu können.

Unter'm Strich bleibt wohl folgendes: Mehr Kommunikation bei weniger Struktur bedeutet mehr verschwendete Zeit. Wäre das nicht mal ein Ansatzpunkt für's Web 3.0?

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Milestone zum Zweiten

Posted by Jesco Freund at March 24, 2010 10:10 a.m.

Nach meinem Blog-Eintrag gestern hatte ich noch reichlich Gelegenheit, mit dem Milestone herumzuspielen. ConnectBot läuft mittlerweile (Installation aus dem Market war völlig problemlos), und mein auf dem Milestone generierter Key ist nun auch auf meinen Servern verteilt. Die SSH-Verbindung klappt anstandslos, und dank „echter“ Tastatur kann man auch einigermaßen auf der Konsole arbeiten. Gerade mit der TCSH gelingt das recht gut, da diese nicht unbedingt auf Tab Completion angewiesen ist – hat man die ersten paar Zeichen eingetippt, kann man mit den Pfeiltasten die History durchblättern, wobei nur noch Befehle berücksichtigt werden, die mit der bereits eingegebenen Sequenz beginnen. ZSH und Bash sind in der Hinsicht etwas unbequemer zu handhaben. Zwar verfügt die Milestone-Tastatur (anders als die meisten emulierten Tastaturen) über eine Tab-Taste; diese ist jedoch nur als Tastensequenz (Alt, A) implementiert – besser als nichts, aber auch nicht gerade komfortabel. Das größte Hindernis für einen flüssigen Umgang mit der Shell stellt jedoch das auf der Tastatur fehlende Pipe-Zeichen dar :-/. Als ebenfalls wenig unterhaltsam hat sich die Arbeit mit Texteditoren wie vim oder ee herausgestellt – hier benötigt man zur Bedienung einfach zu viele Tastenkombinationen, die auf der Tastatur nicht abgebildet sind. Um mal eben auf dem Server nach dem rechten zu sehen oder zum chatten per irssi reicht die gebotene Funktionalität aber völlig aus.

Für das Display lohnt sich in jedem Fall eine Schutzfolie gegen Kratzer und Schmutz – da man ständig auf dem Touchscreen herumgrabbelt, muss man auch entsprechend häufig reinigen, um den Durchblick nicht zu verlieren. Ein trockenes Microfasertuch hat sich da als bestes Mittel erwiesen, man muss jedoch höllisch aufpassen, das keine härteren Partikel im Tuch hängen – sonst verpasst man der Display-Oberfläche einen Anschliff. Nette Anekdote zu diesem Punkt: Android ermöglicht die Verwendung eines Sperrmusters, das mit dem Finger nachgezeichnet werden muss, um das Handy wieder zu entsperren. Schräg ins Gegenlicht gehalten kann man auf dem Display recht gut erkennen, wo zuvor schon entlanggewischt wurde. Ein Schutz gegen unbefugte Nutzung ist das Sperrmuster also nicht 8-)

Etwas erschreckt war ich vom hohen Stromverbrauch des Milestone: gerade mal einen Tag hält der Akku durch (zum Vergleich: mein Razr V3 musste nur einmal pro Woche an die Stromtankstelle). Klar, ich habe das Gerät gestern etwas exzessiv genutzt, wodurch der Haupt-Stromfresser, das Display, länger eingeschaltet war, als das an einem „normalen“ Tag vielleicht der Fall gewesen wäre. Daran werde ich mich erst noch gewöhnen müssen, zumal meine überall (Auto, Büro) herumliegenden Ladekabel mit Mini-USB Steckern ausgerüstet sind. Damit lassen sich die meisten Navigationsgeräte und eben das Razr V3 laden, nicht jedoch das Milestone. Das verfügt nur über einen Micro-USB Anschluss; somit muss ich meine Stromtankstellen erst mal umrüsten, um nicht bei nächster Gelegenheit ohne Saft dazustehen.

Noch ein paar Worte zur Hardware: Das Milestone wirkt robust und etwas kantig, ist aber sehr sauber verarbeitet. Der Deckel des Akkufachs schließt perfekt ab, der Slide-Mechanismus wirkt stabil. Die Tastatur ist etwas uneben; insbesondere die Tasten an den Rändern scheinen tiefer zu liegen als die Tasten in der Mitte. Das hätte man sicher qualitativ etwas hochwertiger hinbekommen können – der Funktionalität tut das aber (bisher) keinen Abbruch.

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Neues Spielzeug

Posted by Jesco Freund at March 23, 2010 9:59 a.m.

Bis gestern gehörte ich zu den Menschen, die mit einem Mobiltelefon „nur“ telefonieren – mit meinem altbewährten Razr war auch nicht so arg viel anderes möglich (theoretisch schon, aber auf dem Mini-Display surfen wäre wahrlich kein Spaß gewesen, von den krüppeligen Eingabemöglichkeiten ganz zu schweigen). Seit heute habe ich mein neues Spielzeug in Betrieb, ein Motorola Milestone.

Das Milestone ist ein ganz schöner Brocken – verglichen mit dem Razr etwa doppelt so groß und auch doppelt so schwer. Dafür bietet es ein großes, helles und sehr gut ablesbares Display und eine QWERTZ-Tastatur. Beim Frühstücken heute morgen habe ich auch schon ein bisschen daran herumkonfiguriert; mit meinem Mailserver spricht es etwa schon ganz munter – TLS-verschlüsselt, versteht sich. Jetzt fehlt mir nur noch ein SSH-Client; ins Auge gefasst habe ich ConnectBot - den werde ich bei nächster Gelegenheit mal einrichten; kann (angeblich) auch Public Key Authentication. Damit spare ich mir dann schon mal eine IRC-App – irssi per SSH schlägt sie eh alle :-P

Für den Fun-Faktor muss ich mich in einer ruhigen Minute mal mit GPS-Apps und Google Maps befassen – wäre doch praktisch, zum Geo Caching nur noch eine Elektronik-Schachtel mit sich herumschleppen zu müssen. Was ich (zumindest auf den ersten Blick) erst mal vermisse, ist Google Buzz – vielleicht ist es irgendwo in GMail versteckt; gefunden habe ich es jedoch bislang noch nicht. Bei einem Android-2.0 Gerät hätte ich da schon irgendwie was anderes erwartet…

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