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Zensur-Experimente der Telekom?

Posted by Jesco Freund at June 5, 2009 4:41 p.m.

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Kein Anschluss unter dieser Nummer – so sieht die Fehlerseite der Telekom aus.

In den letzten Tagen erhielt ich beim surfen immer öfter besagte Fehlerseite von der Telekom – die Seite moniert einen angeblich nicht auflösbaren Hostnamen in der angesurften URI. Betroffen sind alle möglichen Seiten quer Beet, zeitweise konnte ich meine eigenen Seiten nicht erreichen, oder wie hier im Screenshot zu sehen, war der Zugriff auf code.google.com nicht möglich. Auch auf andere, allesamt durchweg harmlose Seiten wie etwa BSDForen.de war zeitweise kein Zugriff möglich.

Nun sind DNS-Probleme bei einem Provider zwar ärgerlich, aber ansich nichts furchtbar exotisches. Wenn es sich denn tatsächlich um ein DNS-Problem handeln würde. Interessanterweise funktioniert die Namensauflösung der monierten Hostnamen nämlich durchaus – nslookup oder dig liefern auf der Kommandozeile stets korrekte Auflösungen, wenn der Browser die Telekom-Fehlerseite zeigt. Auch wenn ich explizit meinen Router (fungiert als lokaler DNS Cache) verwende, bekomme ich die korrekte IP-Adresse zurückgeliefert.

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So richtig wild wird es, wenn ich jetzt die Browser-Zugriffe mit wget simuliere (wohlgemerkt nachdem ich mit dig überprüft habe, dass keine fehlerhaften Namensauflösungen irgendwo im Cache hängen). Bei einem Zugriff auf die IP-Adresse liefert wget die erwartete Seite zurück. Lasse ich wget jedoch auf den Hostnamen los, speichert auch wget die Fehlerseite der Telekom. Gleiches lässt sich bestätigen, wenn man mit netcat auf einen gerade geblockten Hostnamen losgeht (und für die ganz kritischen Leser: auch die wget-Option --no-dns-cache ändert nichts an diesem Sachverhalt).

Für mich ist das jedenfalls sehr undurchsichtig, was dort bei der Telekom vor sich geht. Wenn es ein DNS-Problem wäre, dürfte ich auch per nslookup & Co keine vernünftige Auflösung erhalten. Genauso wenig scheint es sich aber auch um einen Filter auf dem Application Layer zu handeln – HTTP-Requests anhand des Host-Headers umzuleiten, ist mit einem transparenten Proxy keine große Kunst. Rein IP-basierte Netzdienste wie etwa ICMP Echo Requests zu verbiegen (auch die laufen zum Telekom-Host), scheint mir jedoch nochmals eine ganz andere Nummer zu sein. Das alles deutet eher auf ein Routing-Problem hin, wenn, ja wenn nicht der direkte Zugriff über die IP problemlos möglich wäre. Was um alles in der Welt passiert also gerade im Telekom-DSL-Netz? Eine wirklich schlüssige Erklärung habe ich bisher jedenfalls nicht gefunden…

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Besteht doch noch Hoffnung?

Posted by André Mühlnikel at May 6, 2009 10:45 p.m.

Tatsächlich hat sich des Wahnsinns um die Kinderpornographie nun endlich auch der Spiegel angenommen. Sehr schöne Zusammenfassung, auch für Nicht-Informatiker, wie ich finde. Über das dazugehörige Forum bin ich dann noch auf folgendes gestoßen:

  1. Ein Bericht aus China
  2. Und ein eindrucksvoller Link zu Funktionsweise und Missbrauchsmöglichkeit des geplanten Stoppschildes.

Und den Links aus Artikel und Forum zufolge scheint zumindest der seriöseren Presse so langsam aufzugehen, was für einen Unsinn unsere Politiker dort verzapfen. Bleibt nur zu hoffen, dass möglichst bald das ganze auch ins Mainstream-Fernsehen schwappt, damit endlich mal eine wirkliche öffentliche Diskussion entsteht. Und niemand hinterher behaupten kann, er hätte von all dem nichts gewusst.

Auch wenn ich nicht sicher bin, dass das was bringt: Es gibt nun sogar eine Petition, die das Thema in einen öffentlichen Diskussionsrahmen zu heben versucht.

Ansonsten hier ein paar Antworten, die geeignet sind, auf die „Argumente“ der Befürworter solcher Gesetze (welche dann gerne alle Gegner solcher Gesetze als Befürworter der Kriminalität und damit als Kriminelle hinstellen) zu reagieren:

  • „In vielen anderen EU-Staaten wird das bereits erfolgreich praktiziert.“ – „Wenn alle vom Dach eines Hochhauses springen …?“ (muss ich die Frage zuende bringen?)
  • „Und wenn nur ein Kind dadurch geschützt wird …!“ – „Und wenn nur ein Kind dadurch geschützt wird, dass wir alle vom Dach eines Hochhauses springen …!“
  • „Es muss etwas getan werden!“ – „Vom Dach eines Hochhauses zu springen, ist ETWAS. Also, lass es uns tun!“

Die Liste kann gerne vervollständigt werden …

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Stopp!

Posted by Jesco Freund at April 26, 2009 11:24 a.m.

Mittlerweile reicht es mir dermaßen, was unsere widerwärtige Blockwart-Koalition da in Berlin so verzapft. Man könnte die Ergebnisse dieser Legislaturperiode als ein billiges Best-Of Remake betrachten: Das beste, was Drittes Reich und DDR an Volkskontrolle zu bieten hatten… Das schlimmste dabei: irgendwie scheint es keiner wahrzunehmen. Darum ein und für allemal:

  • Staatliche Zensurmaßnahmen in der aktuell geplanten Form sind kein wirksamer Schutz vor Kindesmißbrauch; sie schützen weder die Kinder, noch tragen sie zur Ermittlung der Täter bei. Sie unterbinden auch die Verbreitung pornographischer Inhalte im Internet nicht.
  • Vorratsdatenspeicherung und die Verwendung von Daten aus Maut- und Zonenkontrolle sind Instrumente der Rasterfahndung, die bestimmte Verhaltensweisen zum Verdachtsmoment erheben. Die Begrenzung auf „schwerste Straftaten“ ist keine juristisch abgesicherte Beschränkung; was künftig als schwerste Straftaten gilt, hängt von der Auslegung durch Behörden und Ministerien ab.
  • Die Online-Durchsuchung ist kein wirksames Werkzeug zur Bekämpfung von Tätergruppen mit Massenmord-Absichten (der Terrorismus-Begriff ist so ausgelutscht, finde ich…) – wohl aber ein wirksames Mittel zur Überwachung Bürgern und Aufdeckung von Kleinsündern (Fehler bei der Steuererklärung mit und ohne Absicht, wissentliche und unwissentliche Urheberrechtsverletzungen im Privatbereich, etc.).

Und so ganz nebenbei bemerkt: Alles sind Dinge, die den Rechtsstaat aushöhlen. Mit bemerkenswerter selbstverständlichkeit versuchen die Großkoalitionäre immer wieder, die dritte Gewalt außen vorzulassen und den Richtervorbehalt zu umgehen oder auszuhebeln. Das ist der klare Versuch, Befugnisse der Judikative auf die Exekutive zu übertragen und damit die Gewaltenteilung zu unterminieren. Diese ist aber Voraussetzung, dass sich ein Staat auch zurecht „Rechtsstaat“ nennen darf. Mittlerweile ist der Rechtsstaats-Begriff in Deutschland wohl nicht mehr Wert als das „Demokratisch“ in „DDR“…

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Es ist soweit …

Posted by André Mühlnikel at April 18, 2009 11:46 a.m.

Gestern, am 17.04.2009 begann die Exekution des Artikels 5 GG – wir haben es kommen gesehen, doch waren wir machtlos.

14:30 N-Joy-Nachrichten: „… wird der Zugang zu kinderpornografischen Inhalten erschwert …“
16:30 N-Joy-Nachrichten: „… wird der Zugang zu kinderpornografischen Inhalten massiv erschwert …“

Und wenn ihr es noch so oft und noch so dramatisch wiederholt, so wird aus einer Lüge doch keine Wahrheit!

1) Wenn der Zugang zu irgendetwas wirklich verhindert werden soll, dann kann das NUR an der Quelle geschehen.
1a) Das Internet ist nicht die Quelle, sondern nur die Infrastruktur.
2) Wenn man missbrauchten Kindern helfen will, ist das Wegsehen der falsche Weg.
3) Geheime Verträge über geheime Sperrlisten sind mit einem Rechtsstaat unvereinbar.

Entschuldigt bitte meine etwas wirre Gedankensammlung, aber bei derart massiven DoS-Angriffen auf mein Gehirn, wie sie unsere aktuelle Regierung in den letzten Monaten und Jahren durchgeführt hat, fällt es mir zunehmend schwerer, nicht endgültig zu verzweifeln und/oder zu resignieren. Doch ich konnte die akuten Ereignisse nicht unkommentiert lassen. Sobald ich meine Gedanken sortiert und geeignete Quellen zusammengetragen habe, werde ich versuchen, etwas Konsistenteres zu produzieren.

Update: Eigentlich brauche ich zu dem Thema nichts mehr zu sagen, die Autoren der c't haben das bereits schon sehr gut gemacht.

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Der Bundesfilter durchdekliniert

Posted by Jesco Freund at Feb. 16, 2009 6:34 p.m.

Nachdem André schon einen Beitrag zum Thema verfasst hatte, wollte ich eigentlich Zurückhaltung üben und mich nicht weiter darüber auslassen (das schadet nur meinem Blutdruck und anschließend den Leberwerten…). Allerdings geistert in meinem Hirn schon eine ganze Weile die Idee herum, das Thema einmal ganz sachlich und nüchtern von der technischen Seite aufzubereiten – was ich mit diesem ersten (und hoffentlich auch gleichzeitig letzten) Artikel in Angriff nehme.

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Auf in eine neue Runde

Posted by André Mühlnikel at Jan. 17, 2009 5:41 p.m.

Nachdem „Terror“ gerade als Aufhänger für neue Gesetze verbraucht wurde, muss nun ein anderes, emotional extrem aufgeladenes und zugleich nahezu unanfechtbares Thema für die nächste Runde der Kriminalisierung im Internet herhalten: genau, die sogenannte Kinderpornographie. Auch wenn der Durchschnittsbürger davon eine etwas andere Vorstellung hat, als unsere Regierung – wie man z.B. am zuletzt verabschiedeten „Anscheins-Paragraphen“ erkennen kann – behauptet unsere Bundesfamilienministerin, dass dieses Thema „klar abgegrenzt“ sei. Nun, ob dem so ist, werden wohl mal wieder Gerichte entscheiden müssen.

Was will nun unsere Bundesfamilienministerin? Sie hat es sich auf die Fahne geschrieben, „brutalstmöglich“ die Kinderpornographie in Deutschland zu verstecken. Angeblich gerät nämlich jeder Anwender durch Viren und andere Schadprogramme regelmäßig auf Seiten, die dem Umfeld der Kinderpornographie zuzuordnen sind. Wer sich jetzt nicht fragt, mit welchen Interessen denn im Familienministerium im Internet gesurft wird, sodass man dort regelmäßig unbeabsichtigt mit Kinderpornographie konfrontiert wird, möge mich bitte kontaktieren. Bisher habe ich noch nicht einen Mitmenschen finden können, der jemals in seinem Leben auf derartiges Material gestoßen wäre.

Und weil das nunmal nicht geht, dass andauernd irgendein deutscher Bürger mit soetwas verabscheuungswürdigem wie Kinderpornographie konfrontiert wird … – Halt STOP! Und ich dachte, es ginge darum, die Opfer dieser Verbrechen, also die Kinder zu schützen? Irgendwie muss ich bei dieser Taktik an das „Ravenous Bugblatter Beast of Traal“ aus der Feder von Douglas Adams denken, dass zwar unglaublich gefräßig ist, aber zugleich auch so dumm, dass es denkt, es könne seine Opfer nicht sehen, wenn diese sich die Augen zuhalten. Die Frau Ministerin ist also der Ansicht, dass die Produzenten und Händler des ohnehin verbotenen Materials einfach ihre Verbrechen unterlassen, weil wir die Augen davor verschließen? Wenn die so freundliche Zeitgenossen sind, wäre es dann nicht einfacher, sie nett zu bitten, „damit aufzuhören“?

Das Mittel der Wahl soll eine „Sperre“ bei den Internet-Providern sein. Diesen soll eine Liste der zu sperrenden Webseiten zugeschickt werden … – Uhm. Ähm. Jetzt habe ich doch eine Frage: Die zu sperrenden Internetseiten mit den kriminellen Inhalten sind bekannt? Und niemand unternimmt etwas dagegen? Wieso werden diese Seiten nicht kurzerhand vom Internet getrennt, die Kriminellen ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen? Dafür wüsste ich zwei Gründe: einer ist eine Ausrede und den anderen möchte die Familienministerin nicht diskutieren, weil er nämlich angeblich die Diskussion „verwässert“:

  • „Die beanstandeten Internetseiten befinden sich im Ausland.“ – Offensichtlich in einem Ausland, das Kinderpornographie toleriert, auch wenn mir da spontan keines einfallen mag.
  • „In der Liste befinden sich auch Seiten / werden sich auch Seiten befinden, die nicht zum Bereich Kinderpornographie gehören.“ Doch derartige Annahmen sind der Ministerin zu spekulativ, sie verweist dabei auf die skandinavischen Länder, die bereits seit längerem diese Sperren in Betrieb hätten, ohne dass es dort zu „Zensur“ gekommen wäre. Also jedenfalls bisher, uhm, und wenn man jetzt mal die Zensur „kinderpornographischer“ Seiten außen vor lässt …

Fassen wir also zusammen:

Ein angeblich alltägliches Phänomen (das Ansehen von Kinderpornographie), das sich so nicht nachvollziehen lässt, soll mit Hilfe einer allzu leicht zu missbrauchenden Infrastruktur (zentral durch staatliche Stellen erstellte Zensur-Listen) bekämpft werden, um „irgendetwas“ gegen ein schweres Verbrechen (nämlich die eigentliche Kinderpornographie, wobei nicht wirklich klar wird, was damit gemeint ist) zu unternehmen. Man möchte aber gleichzeitig weder über die Wirksamkeit/Angemessenheit dieser Maßnahme diskutieren, noch wirklich etwas gegen die eigentlichen Verbrecher und für deren Opfer tun.

Interessant dabei finde ich nur die Tatsache, dass das Bundesfamilienministerium sich genötigt sieht, klar zu machen, dass es „Kinderpornographie ächtet“ – als ob da je Zweifel dran bestanden hätten …

Auf Wiedersehen Art. 5 GG! Wir sehen uns bei deiner Beerdigung.

André

PS: und die großen Medien schweigen …

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Wir betrauern schon wieder ein paar Grundrechte

Posted by André Mühlnikel at Dec. 19, 2008 3:08 p.m.

Knapp 12 Monate ist es her, da wir das Fernmeldegeheimnis zu Grabe trugen. Nun müssen wir erneut einen schweren Verlust beklagen. Denn am 19. Dezember 2008 ging die Schweigepflicht der Ärzte, Anwälte und Journalisten sowie die Privatsphäre auf unseren PCs von uns.

Sehr verehrte Gemeinde,

bitte lasst mich angesichts dieser traurigen Stunde eine einfache Frage stellen: Warum müssen Terroristen heimlich überwacht werden? Halt! Bevor ihr mich missversteht, lasst mich meine Frage genauer erklären. Denn korrekt sollte die Frage lauten: Warum muss jemand, von dem wir bereits wissen, dass er ein Terrorist ist, noch heimlich überwacht werden?

Mal angenommen, er hat in seinem „Terrorist-sein“ etwas Strafbares gemacht, was uns berechtigt, ihn als Terroristen einzustufen – sei es, dass das „Terrorist-sein“ bereits strafbar ist oder er durch eine strafbare Handlung wie Mord oder den Bau einer Bombe aufgefallen ist. Dann aber besteht ein „ausreichender Verdacht“ oder gar eine nachweisbare Tat, die es seit jeher erlaubt, ihn festzunehmen, offene Hausdurchsuchungen durchzuführen oder Tat- und Beweismittel zu beschlagnahmen. Dazu gehörten natürlich schon immer auch vorgefundene PCs. Wozu also eine heimliche Überwachung, eine heimliche „Online“-Durchsuchung seines PCs? An welche Informationen kann man bei der heimlichen „Online“-Durchsuchung kommen, an die man bei einer offenen Durchsuchung nicht kommt?

Gut, es ließe sich jetzt argumentieren, dass Verbrecher, zu denen Terroristen zweifelsohne gehören, ihre Festplatten verschlüsseln oder anderweitig durch Zugangssperren sichern könnten. Die Verbrecher sind also intelligent genug, ihre Rechner gegen jemand Unberechtigten vor dem Rechner abzusichern, aber zu dumm, ihren Rechner gegen jemand Unberechtigten irgendwo im Internet abzuschotten? Obwohl Letzterer es durch die Technischen Hürden des Internets schon in der Ausgangslage deutlich schwerer hat als Ersterer?

Ein weiteres, gerne angeführtes Ziel der heimlichen Überwachung ist die Suche nach möglichen Komplizen. Doch auch hier sehe ich nicht, welchen Vorteil eine heimliche Überwachung eines PCs gegenüber einer offenen Beschlagnahmung dieses PCs haben soll. Wäre es nicht viel einfacher, sich mit Hilfe des beschlagnahmten PCs als der erwiesene Terrorist auszugeben und mögliche Komplizen von selbst in die Falle laufen zu lassen? Ach, die Terroristen sind intelligent genug, sich davor zu schützen, aber zu dumm, einer heimlichen Online-Überwachung aus dem Weg zu gehen?

Nehmen wir stattdessen nun mal an, wir können jemandem noch nicht nachweisen, dass er ein Terrorist ist. Was berechtigt uns dann, heimlich in seine Privatsphäre einzudringen? Allein die Annahme, er könnte einer sein? Dann frage ich euch: Wer trifft diese Annahme, und auf welcher Basis? „Der Staat“ oder „die Sicherheitsbehörden“? Wer ist dieser Staat? Und warum sollten wir ihm vertrauen, diese Annahme stets richtig zu treffen? Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass seine aktuellen Repräsentanten uns offensichtlich so wenig vertrauen, dass sie uns heimlich überwachen müssen?

Das alles führt für mich zu folgender Schlussfolgerung: Entweder ist jemand ein Terrorist, und wir können es ihm nachweisen. Dann gibt es keinen Grund für irgendwelchen James-Bond-Methoden der Überwachung dieser Person. Oder dieser Jemand ist kein Terrorist, und dann hat niemand das Recht, seine Grundrechte in derart gravierender Weise zu beschneiden. Kurz: Terroristen müssen nicht mehr heimlich überwacht werden, und Nicht-Terroristen auch nicht.

Mit traurigen Grüßen

André

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Verschwörung

Posted by Jesco Freund at Aug. 25, 2008 9:45 a.m.

Heute ist ein idealer Tag für Verschwörung. Doch, wirklich! Beweis gefällig? Also zunächst einmal ist heute Montag, und außerdem regnet es. Regnerische Montage haben immer diese düstere Aura, vor allem, wenn der „Outlook“ für die gesamte Woche massenhaft unangenehme Begegnungen prognostiziert. Ideale Verschwörer-Aura, sozusagen.

Und dann wäre da noch die Sache mit dem Datum. 25.08.2008 – das schreit geradezu nach Verschwörung:

25 + 8 - Quersumme(2008) = 23

Noch nicht überzeugt?

Quersumme(25) + 8 - Quersumme(2008) = Quersumme(23) = 5

Also ich für meinen Teil weiß jetzt wenigstens, woran ich bin. Egal was passiert, sie sind es gewesen!

Mit paranoiden Grüßen
etc. pp.

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