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My Universe Blog » Entries Tagged as computer games

H.A.W.X. 2

Posted by Jesco Freund at June 15, 2011 10:19 p.m.

Als passionierter PC-Pilot (seit MS Flight Simulator 3.0) kam ich an beiden H.A.W.X-Teilen einfach nicht vorbei. Der erste Teil war allerdings eine herbe Enttäuschung: Völlig unrealistische Flugphysik gepaart mit mäßiger Grafik und viel zu einfachen Missionen haben das Teil recht fix wieder in der Schublade verschwinden lassen. Die Flugzeugmodelle unterschieden sich im Flugverhalten so gut wie gar nicht, nur die Höchstgeschwindigkeit und die Bewaffnung war entsprechend unterschiedlich. Ziemlich deutlich, dass dieses Spiel nicht als Flugsimulation, sondern mehr als Ego-Shooter konzipiert war.

Diese Kritik hat sich der Hersteller für den zweiten Teil glücklicherweise zu Herzen genommen – H.A.W.X. 2 hat eine deutlich realistischere Flugphysik. Strömungsabriss infolge überzogener Flugzustände erfolgen nun auch im „normalen“ Modus, und das Zusammenspiel zwischen Quer- und Seitenruder wirkt jetzt wenigstens ein bisschen realistisch. Größtes Manko ist in meinen Augen nun die Schubregelung: de facto regelt man nicht den Schub, sondern die Geschwindigkeit (Schubreduzierung führt zu einer regelrechten Bremsung). Das war im ersten Teil schon genauso schlecht umgesetzt und hat sich im zweiten leider nicht gebessert.

Bei den Sichten und der Grafik hat sich jedoch einiges getan: die Standard-Perspektive ist jetzt die Cockpit-Sicht, mit der Folge, dass die (meisten) Cockpits jetzt detailgetreuer dargestellt werden. Die Flugzeuge unterscheiden sich jetzt auch deutlich in Instrumentierung und Flugverhalten. Geradezu herausragend sind die Geländetexturen: Sehr realistisch und „echt“ – das ist für mich Benchmark, so eine gute Geländedarstellung habe ich bisher in keinem Flugsimulator (ob militärisch oder zivil) zu Gesicht bekommen.

Die Kampagne besteht – ähnlich wie im ersten Teil – aus aufeinander aufbauenden Missionen. Anders als im ersten Teil sind einige der Missionen tatsächlich etwas kniffeliger. Insbesondere die fortgeschritteneren Missionen bieten eine nette Herausforderung; vor allem wenn man sie mit nicht dafür vorgesehenen Flugzeugtypen oder Bewaffnungen absolviert. Allerdings gilt auch hier: die Kampagne ist sehr schnell durchgespielt. Zwar lassen sich alle Missionen mehrfach spielen, aber leider kann man bei einigen nicht mal den Flugzeugtyp wechseln - unter Abwechslung stelle ich mir da etwas anderes vor…

Alles in allem macht H.A.W.X. 2 einen durchwachsenen Eindruck auf mich. Zugegeben, der Spaßfaktor beim rumzischen und -ballern in der grandios dargestellten Landschaft ist hoch, besonders mit selbst zusammengestellter Bewaffnung (mein Favorit: Eurofighter mit 4fach-Geschütz und Luftkampfraketen). Wie lange das Spiel bei mir noch angesagt ist, bleibt allerdings abzuwarten: die Kampagne ist längst durch, alle Flugzeuge sind freigeschaltet und auch die Arkade-Missionen bringen keine Abwechslung mehr. Online-Dogfights wären eine willkommene Abwechslung – leider wird das Spiel wenig online gespielt, so dass man selten mal in eine Partie einsteigen kann.

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Sacred 2 – RPG mit extremem Suchtfaktor

Posted by Jesco Freund at Jan. 12, 2009 11:50 a.m.

Letzte Woche bin ich doch eingeknickt – zu groß war die Neugier auf „Fallen Angel“. Immerhin konnte ich es mir verkneifen, die 15 zusätzlichen Euronen für die Collectors Edition abzudrücken (wenn da ein T-Shirt mit drin gewesen wäre, hätte das vielleicht anders ausgesehen…)

Die Installation ist eine kleine Geduldsprobe: Das Spiel kommt auf zwei DVDs daher, deren Installation ca. eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Danach darf man sich noch drei Patches herunterladen, die insgesamt 1,3 GB attention groß sind – selbst mit DSL eine langwierige Angelegenheit, nicht zu sprechen von der anschließenden Installation.

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André's neues Spielzeug

Posted by André Mühlnikel at Jan. 1, 2009 6:24 p.m.

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Nachdem meine gute alte Funkmaus (Preis anno 2000: 100 DM – damals die erste und einzige Funkmaus mit Ladestation!) den Geist aufgegeben hat, war es an der Zeit, einen brauchbaren Ersatz zu finden. Dank Jesco bin ich bei 3Dsupply auf dieses Schmuckstück gestoßen. Der Clou: neben den Buttons lassen sich auch die Farben (bis zu 5 verschiedene gleichzeitig) frei einstellen – und zwar je nach gerade aktiver Anwendung! Und wem das nicht reicht, kann mit ein paar Effekten die Maus auch bunt blinken lassen.

Ach ja: für den besonders feinfühligen Gamer hat die Maus nicht nur eine brutal hohe (und regelbare) Abtastrate, sondern auch noch ein einstellbares Gewicht… *total begeistert* :-) Nur mein Fotoapparat ist nich so richtig gut darin, die Farben vernünftig wiederzugeben…

André

PS: nein, krieg kein Geld für Werbung ;-)

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Spielverderber

Posted by Jesco Freund at Oct. 5, 2008 7:46 p.m.

Auf zwei Neuerscheinungen für diesen Herbst habe ich mich richtig gefreut: Sacred 2 „Fallen Angel“ und Command & Conquer Red Alert 3. Zu meinem Entsetzen musste ich jetzt allerdings feststellen, dass beide Spiele mit dem berüchtigten Kopierschutz [1] SecuROM von Sony ausgeliefert werden bzw. werden sollen (RA 3 ist ja noch nicht im Handel). Um zu verstehen, warum ich so wenig begeistert von SecuROM bin, muss man sich kurz die Funktionsweise vor Augen führen:

SecuROM veranlasst während der Installation eine Online-Aktivierung beim Hersteller des Spiels. Dabei wird auch überprüft, wie häufig bzw. auf wie vielen verschiedenen Rechnern das Spiel bereits installiert wurde. Soweit ist das nichts neues, Microsoft geht ähnlich vor. C&C RA3 soll auf 5 Installationen begrenzt sein, Ascaron verzichtet auf diese Limitierung. Zusätzlich wird allerdings ein neuer Windows-Systemdienst installiert („SecuROM User Access Service (V7)“ – im Taskmanager als „UAService7.exe“ zu bewundern), der mit Administrator-Rechten (Ring 3) ausgeführt wird. Dieser Dienst wird permanent ausgeführt (auch wenn das Spiel gerade nicht verwendet wird) und wird auch bei der Deinstallation des Spiels nicht wieder vom Rechner entfernt. Einige Malware-Scanner bewerten den Dienst darüber hinaus als Rootkit, was aber angesichts der funktionalitätsbedingt (Stichwort: SCSI-Blacklisting) notwendigen interaktiven Eingriffe in Systemaufrufe nicht weiter verwunderlich sein dürfte.

Durch den Dienst in Verbindung mit der Aktivierung ist es möglich, das Spiel auch ohne Original-DVD im Laufwerk zu spielen. Damit ist der Umgang mit SecuROM-geschützter Software vordergründig etwas entspannter als bei klassischen datenträgergestützten Schutzverfahren. Warum also die Kritik? Zum einen gilt für den Aktivierungsmechanismus dasselbe wie bei Windows seit XP: nach einer gewissen Anzahl Aktivierungen muss man mit dem Hersteller in Kontakt treten, der dann darüber entscheidet, ob die Software weiter genutzt werden kann oder nicht. Somit erwirbt man beim Kauf des Spiels gar kein unbefristetes Nutzungsrecht, wie man es eigentlich von kommerzieller Software bisher gewohnt war.

Ein weiterer Nebeneffekt ergibt sich aus dem sog. „SCSI-Blacklisting“: Um die Verwendung von DVD- oder CD-Images in Verbindung mit Laufwerksemulatoren zu unterbinden, blockiert SecuROM den Zugriff auf emulierte SCSI-Geräte. Unangenehmer Weise wirkt sich dies auch auf Programme aus, die emulierte SCSI-Geräte zu legitimen Zwecken nutzen. Über Probleme wurde bereits bei der Verwendung der Brennsoftware Nero Burning ROM (bzw. deren Backup-Komponente) und in Einzelfällen auch mit SCSI-emulierenden USB-Geräten (Kartenleser u. ä.) berichtet.

Viel kritischer ist aber die Tatsache, dass der genannte Systemdienst regelmäßig den Hersteller über Internet kontaktiert. Welche Daten genau ausgetauscht werden, ist nicht bekannt, da die Kommunikation verschlüsselt erfolgt. Da durch die Aktivierung aber eine eindeutige Zuordnung zu einer Person gegeben ist, muss aus Datenschutzsicht das schlimmste befürchtet werden: Profiling. Da der SUAS permanent im Hintergrund läuft und über Administrator-Rechte verfügt, könnte er nicht nur verfolgen, mit welchen Programmen (und Spielen der Konkurrenz) der Anwender hantiert, sondern theoretisch auch beliebige Daten auf der Festplatte auslesen, Mails beim Schreiben oder Lesen mitschneiden und Passwörter ausspionieren. Kurz gesagt, im Zweifel könnte SecuROM all das, wovon BKA, BND und Verfassungsschutz zur Zeit träumen (Stichwort: Bundestrojaner). Und das beste daran: wir installieren uns den Mist sogar freiwillig…

Ich werde es mir jedenfalls sehr gut überlegen, ob die beiden Spiele noch einen weiteren Blick wert sind. Dass Sacred 2 mit einer entschäften Version (keine Limitierung der Anzahl an Aktivierungen) daher kommt, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass damit noch lange nicht gesagt ist, dass keine Daten über das Nutzerverhalten gesammelt werden. Wenn ich die Rezensionen bei Amazon richtig deute, sehen dass viele andere Verbraucher ebenso. Hoffentlich reagieren die Hersteller – sonst könnten beide Spiele gewaltig floppen.

[1]Nachtrag für die Technical Correctness: SecuROM ist eigentlich kein Kopierschutz, da es nicht das kopieren der Datenträger ansich erschwert oder verhindert, sondern die Nutzung der Inhalte (in diesem Falle Software) kontrolliert und ggf. unterbindet. Damit fällt SecuROM in die Kategorie der DRM-Systeme.

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