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Vom Flusi zum X-Plane

Posted by Jesco Freund at March 18, 2012 10:51 p.m.

Zwanzig Jahre lang habe ich ein Softwareprodukt aus dem Hause Microsoft verwendet – und nein, es geht nicht um Windows, sondern um den Microsoft Flight Simulator. 2006 wurde die letzte Version („FSX“) veröffentlicht, die bei mir auch heute noch im Einsatz ist. Allerdings wäre jetzt nach 6 Jahren dringend mal ein Maintenance Release fällig gewesen – heutige Hardware bietet eine ganz andere Leistung als damals, und auch der Software-Unterbau (vulgo: Windows) hat sich deutlich weiterentwickelt.

Microsoft hat sich jedoch bereits 2009 entschlossen, die alte „Flusi“-Produktstrategie über Bord zu werfen. Seit kurzem ist das daraus erwachsene Nachfolgeprodukt namens Microsoft Flight verfügbar – eine herbe Enttäuschung für Flusi-Veteranen, die ihren Simulator mit Addon-Szenerien und zusätzlichen Flugzeugmodellen aufgewertet hatte. Der neue bricht wirklich komplett mit der bisherigen Produktphilosophie, ist klar as Computerspiel ausgelegt und bietet Simulator-Verkehrspiloten einfach keine neue Heimat.

Folglich war es an der Zeit, den Wechsel auf ein anderes Produkt ins Auge zu fassen. Groß ist die Auswahl ja nicht – neben dem FS gibt es eigentlich nur noch X-Plane als zivilen Flugsimulator. Praktischerweise ist der kürzlich in einem neuen Major Release erschienen; für den geplagten Flusi-Piloten der Beweis, dass das Produkt offenbar am Leben ist ;-). Kleines Bonbon: X-Plane läuft nicht nur unter Windows, sondern auch unter Mac und Linux. Ich habe es unter Windows 7 und Ubuntu 11.10 ausprobiert – es funktioniert tatsächlich recht reibungslos auch unter Linux. Allerdings bleibt bei mir die Leistung unter Linux hinter der unter Windows zurück (liegt vielleicht am Versionsstand des Grafikkartentreibers), und einige Plugins sind nur für Windows oder Mac verfügbar – so bleibt es für mich doch erst mal bei Windows als Simulator-Plattform. Die Beschaffung war nicht ganz einfach; mittlerweile hat Amazon Deutschland aber die aktuelle Version ebenfalls im Sortiment.

Brauchte man für die Installation des FSX schon eine Menge Geduld, kann man sich X-Plane ruhig ein paar Stunden einplanen: 8 DVDs wollen durchgewechselt werden und dabei über 60 GB auf die Platte pinseln (zumindest wenn man die vollständige Szenerie installiert). Das Resultat lohnt sich allerdings: Die grafische Landschaftsdarstellung schlägt die des FSX locker um zwei Generationen, was jedoch kaum verwunderlich ist. Augenfällig ist die akkurate Simulation von Höhenzügen; insbesondere bei Flügen in der Alpenregion kommt dies deutlich zur Geltung. Die Flughäfen sind ähnlich wie beim FSX recht gemischt – einige sind von Haus aus recht detailliert dargestellt und realitätsgetreu nachgebildet, andere sind eher durchwachsen (will heißen: die Runways sind da, wo sie sein sollten, aber der Rest…). Es gibt aber (wie für den Flusi auch) eine große Anzahl frei verfügbarer Szenerien, wie etwa für München FJS (EDDM). Richtig großartig ist die Darstellung der Flughafenbefeuerung gelungen: Flüge in der Dämmerung oder bei Dunkelheit lohnen sich damit so richtig – aber auch hell erleuchtete Städte inklusive beleuchteter Fahrzeuge auf den Straßen sind optisch ein Genuss.

Bei den mitgelieferten Luftfahrzeugen ist die Mischung etwas bunter, als man vom FSX her gewohnt war: neben ein- und zweimotorigen Kleinflugzeugen und zwei Airlinern (747-400 und 777-200) sind etliche Exoten mit von der Partie, darunter so illustre Exemplare wie die Atlantis, eine SR-71 „Blackbird“ oder das Raketen-Experimentalflugzeug North American X-15 – nur wieder leider kein Airbus. Lässt man die Exoten erst mal außen vor, gelingt der Umstieg vom FSX her erstaunlich leicht. Klar, die Tastaturbelegung ist erst mal ungewohnt (was sich aber problemlos ändern lässt), und die ATC-Implementierung ist auch etwas gewöhnungsbedürftig. Mit den Cockpits kommt man aber recht schnell klar, und nach kurzer Einarbeitung gelingen auch Flüge unter IFR-Bedingungen und ILS-Anflüge.

Hier noch ein paar Bilder, die heute „unterwegs“ entstanden sind:

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Eine Boeing 737-800 (Add-On von EADT) auf dem Vorfeld des Flughafens München Franz Josef Strauß (EDDM) (Add-On von Jürgen Schäble et al.). Auffällig sind die detailliert dargestellten Fluggastbrücken und Flutlichtmasten – die sehen tatsächlich genau so aus…

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Ein Airbus A380-861 (Add-On von Eole Creation) über Süddeutschland. Die Bodentexturen wirken sehr realistisch, und der Verlauf der größeren Straßen (wie etwa Autobahnen) entspricht der Realität – wie hier im Bild die A9 zwischen Ingolstadt und Nürnberg.

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Sichtanflug auf den Flughafen Innsbruck (LOWI) mit einem Cirrus Vision SF50 (in X-Plane noch als „TheJet“ bezeichnet). Hier kommen ausnahmsweise mal keine Add-Ons zum Einsatz, ein „Vanilla“-Snapshot sozusagen ;-)

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Abgehoben

Posted by Jesco Freund at Nov. 6, 2011 1:14 p.m.

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Ich habe großen Spaß am Fliegen – derzeit allerdings nur im Simulator. Betrachtet man die Evolution vom FS3 bis zum FSX, kann man eine deutliche Entwicklung sehen. Und damit meine ich nicht die offensichtliche technische Weiterentwicklung (Grafik, Landschaftsdarstellung, Cockpit), sondern auch die fortschreitende Annäherung an realistische Abläufe im „echten“ Flugverkehr. Nach und nach kamen bessere Flugmodelle, Funknavigation, ILS, GPS und eine rudimentäre ATC-Implementierung hinzu; in den späteren Versionen gab es sogar die Möglichkeit, IFR-Flugpläne zu erstellen und „abzufliegen“.

Trotz dieser Annäherung an die Realität geht der FSX viele Kompromisse ein – zugunsten größerer Einsteigerfreundlichkeit, und zu Lasten realistischer Abläufe und Verfahren. Außerdem fehlen im FSX gut nachgebildete größere Verkehrsflugzeuge mit interkontinentaler Reichweite. Die mitgelieferte Boeing 747 ist ein schlechter Witz und außerdem vom falschen Hersteller ;-). Daher habe ich meinem FSX das Airbus Evolution Vol. 2 Paket spendiert.

Bei meinen ersten Gehversuchen mit einer A330-200 (links mit dem GE CF6-80E Triebwerk, mitte und rechts mit dem RR Trent 700) konnte ich einen gewaltigen Sprung in Sachen Realismus feststellen. Allein schon die Tatsache, dass die neuen Airbus-Flugmodelle bei Start eines Fluges erst mal Dark & Cool auf der Parkposition stehen (also mit abgeschalteten Triebwerken, heruntergefahrener Avionik und abgeschalteter Elektrik), ist (für den FSX zumindest) ein großer Schritt. Das Cockpit ist wie erwartet recht realistisch umgesetzt, insbesondere das Overhead-Panel und die Mittelkonsole stimmen ziemlich gut mit dem Original überein (auch was Dark & Quiet und das Farbkonzept in der Schalterbeleuchtung angeht – beides war in der beim FSX mitgelieferten A321 nicht oder fehlerhaft umgesetzt).

Auch bei den Abläufen hat sich der Realitätsgrad deutlich erhöht – das zeigt sich schon darin, dass man ohne Checklisten und Handbuch nicht besonders weit kommt, wenn man mehr als nur eine Platzrunde fliegen möchte. Aber selbst für die muss man die Triebwerke anlassen, was (wie in der Realität eben auch) nicht ohne von der APU gelieferte Bleed Air funktioniert. Ich könnte jetzt noch tausende weitere Details aufzählen, in denen sich die Airbus Long Range Modelle (anders als die bei FSX mitgelieferten Modelle) sehr realistisch verhalten: So übersteuern etwa starke Impulse am Side Stick oder an den Pedalen den Autopilot und führen zu dessen Abschaltung (inklusive akustischer Warnung) – auch wenn man dafür weit weniger Kraft braucht als im Original :-) Besonders hervorzuheben ist die MCDU, die recht gut nachgebildet ist und (endlich) die (weitgehend) automatische Durchführung vorher geplanter Flüge erlaubt.

Einziger Wermutstropfen bisher: der Abgleich zwischen FSX- und MCDU Flight Plan. Der findet nämlich nicht oder nicht richtig statt. Schön wäre es, einen in der MCDU eingegebenen Flight Plan beim FSX ATC einreichen zu können, ohne die Wegpunkte manuell abschreiben zu müssen. Andererseits spiegelt natürlich auch dieser Punkt die Realität wieder: Welche Software man zum Planen eines Fluges auch einsetzt, am Ende muss man der Flugaufsicht einen Stapel Papierformulare in die Hand drücken; egal, was man in die MCDU eingetickert hat…

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H.A.W.X. 2

Posted by Jesco Freund at June 15, 2011 10:19 p.m.

Als passionierter PC-Pilot (seit MS Flight Simulator 3.0) kam ich an beiden H.A.W.X-Teilen einfach nicht vorbei. Der erste Teil war allerdings eine herbe Enttäuschung: Völlig unrealistische Flugphysik gepaart mit mäßiger Grafik und viel zu einfachen Missionen haben das Teil recht fix wieder in der Schublade verschwinden lassen. Die Flugzeugmodelle unterschieden sich im Flugverhalten so gut wie gar nicht, nur die Höchstgeschwindigkeit und die Bewaffnung war entsprechend unterschiedlich. Ziemlich deutlich, dass dieses Spiel nicht als Flugsimulation, sondern mehr als Ego-Shooter konzipiert war.

Diese Kritik hat sich der Hersteller für den zweiten Teil glücklicherweise zu Herzen genommen – H.A.W.X. 2 hat eine deutlich realistischere Flugphysik. Strömungsabriss infolge überzogener Flugzustände erfolgen nun auch im „normalen“ Modus, und das Zusammenspiel zwischen Quer- und Seitenruder wirkt jetzt wenigstens ein bisschen realistisch. Größtes Manko ist in meinen Augen nun die Schubregelung: de facto regelt man nicht den Schub, sondern die Geschwindigkeit (Schubreduzierung führt zu einer regelrechten Bremsung). Das war im ersten Teil schon genauso schlecht umgesetzt und hat sich im zweiten leider nicht gebessert.

Bei den Sichten und der Grafik hat sich jedoch einiges getan: die Standard-Perspektive ist jetzt die Cockpit-Sicht, mit der Folge, dass die (meisten) Cockpits jetzt detailgetreuer dargestellt werden. Die Flugzeuge unterscheiden sich jetzt auch deutlich in Instrumentierung und Flugverhalten. Geradezu herausragend sind die Geländetexturen: Sehr realistisch und „echt“ – das ist für mich Benchmark, so eine gute Geländedarstellung habe ich bisher in keinem Flugsimulator (ob militärisch oder zivil) zu Gesicht bekommen.

Die Kampagne besteht – ähnlich wie im ersten Teil – aus aufeinander aufbauenden Missionen. Anders als im ersten Teil sind einige der Missionen tatsächlich etwas kniffeliger. Insbesondere die fortgeschritteneren Missionen bieten eine nette Herausforderung; vor allem wenn man sie mit nicht dafür vorgesehenen Flugzeugtypen oder Bewaffnungen absolviert. Allerdings gilt auch hier: die Kampagne ist sehr schnell durchgespielt. Zwar lassen sich alle Missionen mehrfach spielen, aber leider kann man bei einigen nicht mal den Flugzeugtyp wechseln - unter Abwechslung stelle ich mir da etwas anderes vor…

Alles in allem macht H.A.W.X. 2 einen durchwachsenen Eindruck auf mich. Zugegeben, der Spaßfaktor beim rumzischen und -ballern in der grandios dargestellten Landschaft ist hoch, besonders mit selbst zusammengestellter Bewaffnung (mein Favorit: Eurofighter mit 4fach-Geschütz und Luftkampfraketen). Wie lange das Spiel bei mir noch angesagt ist, bleibt allerdings abzuwarten: die Kampagne ist längst durch, alle Flugzeuge sind freigeschaltet und auch die Arkade-Missionen bringen keine Abwechslung mehr. Online-Dogfights wären eine willkommene Abwechslung – leider wird das Spiel wenig online gespielt, so dass man selten mal in eine Partie einsteigen kann.

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ILA 2008

Posted by Jesco Freund at June 3, 2008 10:58 p.m.

Manchmal hat es doch etwas für sich, in der Luftfahrt-Branche zu arbeiten – man kommt z. B. an Freikarten für die ILA. Leider habe ich es wie vor zwei Jahren schon wieder erst auf den letzten Tag geschafft, aber das gute Wetter und das abwechslungsreiche Show-Programm taten ihr übriges, um den Tag weitgehend gelingen zu lassen. Wie gesagt, weitgehend. Denn irgendwann nachmittags kamen die brandenburgischen Behörden auf den Trichter, dass Jets doch ganz schön Lärm machen, und haben weitere Starts für Überschall-Flieger untersagt. Schade, denn neben einer F16-Demonstration eines niederländischen Show-Teams hätten auch noch eine MiG 29-Vorführung der polnischen Luftwaffe und eine Lärm-Einlage der USAF mit einem B-1B Lancer auf dem Programm gestanden. Dafür gibt's von mir eine goldene Behörden-Himbeere – es war ja schließlich in keinster Weise vorhersehbar, dass militärische Jets keine Flüstertüten sind…

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AirportDays Hamburg 2007

Posted by Jesco Freund at Sept. 18, 2007 9:54 p.m.

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The legendary Super Constellation – a real aircraft for real men

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