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My Universe Blog » Entries Tagged as Fedora

Der Feind auf meinem Rechner

Posted by Jesco Freund at Oct. 26, 2011 2:02 p.m.

Es ist ja kein Geheimnis, dass zwischen Ubuntu Linux und mir eine herzliche Abneigung besteht. Aber auch ich werde älter, und FreeBSD ist mir dieses Jahr schon zweimal durch Totalversagen der Desktop-Umgebung (bedingt durch unbedachte oder nicht dokumentierte Änderungen an den Ports) auf den Wecker gegangen. Ein drittes Mal wollte ich nun nicht wieder alle 900 installierten Ports bauen, mit der Aussicht, das nach einem Upgrade auf 9.0 gleich nochmal tun zu dürfen.

Nun habe ich auf dem Notebook schon seit längerer Zeit Fedora im Einsatz und bin damit auch weitgehend zufrieden. Gerade im normalen Office- und Internet-Bereich schenken sich die Distributionen eh nichts, und der Fedora Installer macht es angenehm unkompliziert, das ganze OS auf ein verschlüsseltes LVM zu verbannen. Dennoch hat Fedora einige Schwächen, die mich jetzt dazu bewogen haben, für die Workstation auch andere Alternativen in Betracht zu ziehen. Wie in meiner Bilanz bereits beschrieben, schwächelt Fedora insbesondere als Entwicklungsplattform und „glänzt“ durch seine Verweigerungshaltung gegenüber Software, deren Lizenzen dem Fedora-Team nicht genehm sind.

Auf dem Notebook fällt das nicht so stark ins Gewicht; insbesondere die gute Einbindung von dm-crypt macht diese Macken wieder wett. Auf der Workstation hingegen sieht es anders aus: Plattenverschlüsselung macht wenig Sinn, und ständiges Hantieren mit 3rd Party Repositories oder gar die Umgehung des Paketmanagements sind auf Dauer keine Lösung.

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Fedora: Bilanz nach einem Monat

Posted by Jesco Freund at July 31, 2011 8:14 p.m.

Seit etwa einem Monat arbeite ich jetzt mit Fedora auf dem Notebook – Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Vergleichen kann ich Fedora derzeit am besten mit Arch Linux und FreeBSD, die bei mir ebenfalls auf Desktop-Systemen in Betrieb sind.

Neben normalem Office-Kram (E-Mail, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation) nutze ich das Notebook vor allem für diverse Internet-Aktivitäten und Software-Entwicklung. Nebenher muss das Gerät auch noch für Entertainment sorgen – sprich: Musik abspielen, und ab und zu mal ein Video zerpflücken.

Zunächst ein Wort zum Paketmanagement, bevor ich auf die einzelnen Teilbereiche eingehe: PackageKit habe ich mir ganz schnell abgewöhnt. Mag sein, dass ich durch portmaster und pacman zu lange verwöhnt wurde – ich empfinde es jedoch um Längen schmerzärmer, yum direkt auf der Kommandozeile zu nutzen.

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Fedora wird 15: Lovelock für's Notebook

Posted by Jesco Freund at July 2, 2011 12:58 a.m.

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Heute bekam mein Notebook ein neues Linux spendiert: nachdem zuletzt unter Arch Linux die LXDE-Pakete immer schlechter funktionierten und die Gnome 3 Integration auch nicht ganz so der Hit war, habe ich mich entschlossen, Fedora mal eine Chance zu geben. Für die Ubuntoiden habe ich ja generell nichts übrig, und Ubuntu's Eigenbrödlerei mit Unity ist nicht gerade dazu angetan, daran etwas zu ändern. Doch ich schweife schon wieder ab… ;-)

Gesucht war also eine Linux-Distribution (BSD auf dem Notebook hat dann doch zu viele Ecken und Kanten für den alltäglichen Gebrauch) mit halbwegs aktueller Paketauswahl und einem Gnome-basierten Desktop. Da ich viel mit Kdevelop arbeite, war mir hier ein aktuelles Paket besonders wichtig (4.2.x sollte es schon sein). Außerdem hatte ich mir vorgenommen, um Bastelkram und Exoten einen großen Bogen zu machen – so blieb am Ende nur Fedora 15 (übrigens: der Codename „Lovelock“ bezieht sich auf die gleichnamige Stadt in Nevada).

Vom ersten Eindruck her gefällt mir Fedora. Der Installer ermöglicht auch individuellere Setups mit dm-crypt und Logical Volumes – leider längst keine Selbstverständlichkeit! Außer der Tastaturbelegung musste ich nichts konfigurieren; sämtliche Hardware (incl. Sound, WLAN und Webcam) liefen out-of-the-box. Sogar der per KVM angeschlossene Zusatz-Monitor wurde anstandslos erkannt und automatisch als Zweitdisplay konfiguriert. Außerdem scheint es kein Problem zu sein, das System „zu Fuß“ (also per vi ;-)) zu administrieren – andere Distributionen reagieren da mitunter allergisch drauf.

Von der Paketauswahl scheint alles da zu sein, was ich für die tägliche Arbeit benötige. Gut, ganz so blutige Kante wie Arch Linux ist Fedora nicht, aber dafür wirken die Pakete in ihrer Abstimmung aufeinander etwas runder. Fehlende .desktop-Dateien sind mir bisher jedenfalls noch nicht untergekommen, und auch sonst sind die meisten Pakete unmittelbar nach ihrer Installation benutzbar. Allerdings ärgert mich der Paketmanager ein kleines bisschen: anders als pacman belastet yum die CPU viel stärker und bringt die Lüfter zum jaulen.

Unter'm Strich sieht Fedora momentan recht vielversprechend aus – es funktioniert einfach, erfüllt aber auch individuelle Wünsche. Als besonders wohltuend empfinde ich dabei, dass Fedora die Philosophie der integrierten Pakete (wie etwa Gnome) nicht auf den Kopf stellt, sondern einfach beibehält.

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