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Nur zum Surfen

Posted by Jesco Freund at May 1, 2009 3:50 p.m.

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Arora ist ein schlichter, Qt-basierter Browser für Web-Puristen. Arora bringt alle Dinge mit, die heute zum bequemen Surfen notwendig sind, etwa Tabbed Browsing oder eine schnelle JavaScript-Engine. XHTML-Seiten mit CSS-Formatierung werden weitgehend fehlerfrei dargestellt (auch wenn in meinem Blog ein Box-Überlauf nicht korrekt gehandhabt wird, aber das fällt kaum ins Gewicht). Auf Java- oder Flash-Unterstützung muss man allerdings verzichten – für mich jedoch kein großer Verlust (unter FreeBSD funktioniert Flash sowieso nicht oder nur sehr eingeschränkt).

Im Vergleich zu Firefox oder Opera ist Arora sehr schlank: Der Quellcode umfasst gerade mal ca. 10.000 Zeilen, das Source-Archiv ist beim Download gerade mal 658 KB groß. Im direkten Vergleich ist das allerdings gemogelt: Arora verwendet QtWebKit; dieses ist natürlich nicht im Arora-Code enthalten, sondern wird dynamisch gelinkt. So kommt es auch, dass der Memory Footprint gar nicht so schlank ausfällt, wie man vielleicht zunächst vermuten möchte: Bei einem geöffneten Tab mit einer XHTML-/CSS-Seite ohne JavaScript (wie im Screenshot gezeigt) verfrühstückt Arora bereits über 40 MB Arbeitsspeicher. Firefox benötigt für dieselbe Aufgabe gerade mal 8 MB mehr. Spannend wird es allerdings, wenn man mehrere Tabs öffnet: bei 7 parallel geöffneten unterschiedlichen Seiten kommt Arora auf etwa 60 MB, während Opera bereits mehr als das Doppelte (ca. 130 MB) konsumiert. Firefox hingegen bleibt ähnlich genügsam wie Arora.

Fazit: Ich bin von Arora positiv überrascht, hätte ich doch nicht erwartet, dass eines dieser Nischen-Browserprojekte tatsächlich einen verwendbaren Webflitzer hervorbringen könnte. Arora ist ein Browser für Surfer, die in einer Qt-basierten Umgebung wie etwa KDE zu Hause sind und Wert auf einen schnellen Browser ohne Schnickschnack legen. Der relativ übersichtliche Code und die fehlenden Plugins dürften Arora zu einem robusten Browser machen, dem mit bösen Scherzen von Serverseite aus so schnell nicht beizukommen ist.

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Kampf der Giganten

Posted by Jesco Freund at Jan. 27, 2008 1:38 a.m.

Hin und wieder stößt man im Netz auf die Behauptung von Opera-Verfechtern, ihr Lieblingsbrowser sei deutlich schlanker als jeder andere (grafische) Browser. Hier die Probe auf's Exempel (gekürzte Ausgabe von ps ux unter FreeBSD):

PID    %CPU  %MEM  VSZ     RSS     TT  STAT STARTED      TIME  COMMAND
51196  0,0   7,3   159036  152420  p2  S+    5:36pm   2:44,75  /usr/local/share/opera/bin/opera
43863  0,0   7,5   243880  155392  ??  S     4:07pm  11:02,97  /usr/local/lib/firefox/firefox-bin
54006  0,0   0,1   4276    3104    p5  S+    1:25am   0:00,02  w3m http://www.my-universe.com

Der Blick auf die Resident Set Size (RSS) zeigt: beide Browser verbraten für die selbe Aufgabe (Darstellung meiner Website) ca. 150 MB RAM. Spaßeshalber habe ich mal w3m auf die selbe Seite losgelassen – wobei der Vergleich natürlich leicht unfair ist. Übertroffen werden die beiden nur von Eclipse, dass sich mit über 300 MB am ungeniertesten bedient.

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