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Posted by Jesco Freund at Nov. 6, 2011 1:14 p.m.

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Ich habe großen Spaß am Fliegen – derzeit allerdings nur im Simulator. Betrachtet man die Evolution vom FS3 bis zum FSX, kann man eine deutliche Entwicklung sehen. Und damit meine ich nicht die offensichtliche technische Weiterentwicklung (Grafik, Landschaftsdarstellung, Cockpit), sondern auch die fortschreitende Annäherung an realistische Abläufe im „echten“ Flugverkehr. Nach und nach kamen bessere Flugmodelle, Funknavigation, ILS, GPS und eine rudimentäre ATC-Implementierung hinzu; in den späteren Versionen gab es sogar die Möglichkeit, IFR-Flugpläne zu erstellen und „abzufliegen“.

Trotz dieser Annäherung an die Realität geht der FSX viele Kompromisse ein – zugunsten größerer Einsteigerfreundlichkeit, und zu Lasten realistischer Abläufe und Verfahren. Außerdem fehlen im FSX gut nachgebildete größere Verkehrsflugzeuge mit interkontinentaler Reichweite. Die mitgelieferte Boeing 747 ist ein schlechter Witz und außerdem vom falschen Hersteller ;-). Daher habe ich meinem FSX das Airbus Evolution Vol. 2 Paket spendiert.

Bei meinen ersten Gehversuchen mit einer A330-200 (links mit dem GE CF6-80E Triebwerk, mitte und rechts mit dem RR Trent 700) konnte ich einen gewaltigen Sprung in Sachen Realismus feststellen. Allein schon die Tatsache, dass die neuen Airbus-Flugmodelle bei Start eines Fluges erst mal Dark & Cool auf der Parkposition stehen (also mit abgeschalteten Triebwerken, heruntergefahrener Avionik und abgeschalteter Elektrik), ist (für den FSX zumindest) ein großer Schritt. Das Cockpit ist wie erwartet recht realistisch umgesetzt, insbesondere das Overhead-Panel und die Mittelkonsole stimmen ziemlich gut mit dem Original überein (auch was Dark & Quiet und das Farbkonzept in der Schalterbeleuchtung angeht – beides war in der beim FSX mitgelieferten A321 nicht oder fehlerhaft umgesetzt).

Auch bei den Abläufen hat sich der Realitätsgrad deutlich erhöht – das zeigt sich schon darin, dass man ohne Checklisten und Handbuch nicht besonders weit kommt, wenn man mehr als nur eine Platzrunde fliegen möchte. Aber selbst für die muss man die Triebwerke anlassen, was (wie in der Realität eben auch) nicht ohne von der APU gelieferte Bleed Air funktioniert. Ich könnte jetzt noch tausende weitere Details aufzählen, in denen sich die Airbus Long Range Modelle (anders als die bei FSX mitgelieferten Modelle) sehr realistisch verhalten: So übersteuern etwa starke Impulse am Side Stick oder an den Pedalen den Autopilot und führen zu dessen Abschaltung (inklusive akustischer Warnung) – auch wenn man dafür weit weniger Kraft braucht als im Original :-) Besonders hervorzuheben ist die MCDU, die recht gut nachgebildet ist und (endlich) die (weitgehend) automatische Durchführung vorher geplanter Flüge erlaubt.

Einziger Wermutstropfen bisher: der Abgleich zwischen FSX- und MCDU Flight Plan. Der findet nämlich nicht oder nicht richtig statt. Schön wäre es, einen in der MCDU eingegebenen Flight Plan beim FSX ATC einreichen zu können, ohne die Wegpunkte manuell abschreiben zu müssen. Andererseits spiegelt natürlich auch dieser Punkt die Realität wieder: Welche Software man zum Planen eines Fluges auch einsetzt, am Ende muss man der Flugaufsicht einen Stapel Papierformulare in die Hand drücken; egal, was man in die MCDU eingetickert hat…

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