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Octopress als Alternative?

Posted by Jesco Freund at Sept. 29, 2011 6:30 p.m.

In Website, Quo Vadis? ging es um vage Ideen und Möglichkeiten, diese Website auf ein neues Fundament zu stellen. Eine der Überlegungen ging in die Richtung, Inhalte künftig in einem Versionsverwaltungssystem anstelle einer relationalen Datenbank zu speichern. Kurz darauf wurde ich auf Octopress aufmerksam gemacht. Auf den ersten Blick nahezu das, was ich wollte. Auf den zweiten Blick ergaben sich jedoch einige Einschränkungen und Mängel:

  • Octopress generiert statische Inhalte client-seitig, es wird also auf dem Rechner eine Octopress-Installation benötigt, auf dem die Inhalte verfasst werden.
  • Das Deployment erfolgt (anders als die Speicherung der Inhalte) nicht über Git (bzw. Commit & Push), sondern über ein separates Skript
  • Octopress versteht nur Markdown, Textile und vor allem RST werden derzeit nicht unterstützt
  • Octopress arbeitet rein statisch, besitzt also nicht selbst die Fähigkeit, Kommentare entgegen zu nehmen
  • Ein Plugin für eine Tag-Cloud scheint es nicht zu geben

Gewiss, einige der genannten Einschränkungen ließen sich umgehen. So könnte Octopress auch serverseitig installiert und der Generator nebst Deployment Skript über einen post-receive hook aktiviert werden. Einen Konverter von RST nach Markdown könnte ich mir sicherlich auch zusammenbasteln, um den bestehenden Content in einer Einmal-Aktion zu konvertieren. Die anderen beiden Einschränkungen sind für mich aber nicht so einfach zu umgehen.

Mir widerstrebt es zutiefst, ein externes Kommentarsystem à la Disqus o. ä. einzusetzen (siehe dazu Link 1, Link 2, Link 3, Link 4, Link 5). Ich müsste also einen eigenen Webdienst aufsetzen, der Kommentare per Javascript-API zugänglich macht – nicht unbedingt ideal, und vermutlich auch schwer gegen Mißbrauch abzusichern.

Hinzu kommt, dass Octopress in Ruby geschrieben ist. Nichts gegen Ruby, aber ich kann diese Sprache einfach nicht. Meine Welt (in Sachen Programmiersprachen) besteht aus C und Python, POSIX-Shell ist auch noch drin. So kann ich mir nicht einfach fehlende Plugins selbst schreiben – zumindest nicht, ohne mich erst in eine neue Sprache einzuarbeiten.

Fazit: Octopress kommt einer idealen Lösung schon recht nahe, hat aber einige Schwächen, die mich momentan veranlassen, weiterzusuchen – und notfalls selbst etwas zusammenzustöpseln.

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