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The One and Only…

Posted by Jesco Freund at Dec. 16, 2007 12:02 p.m.

… gibt es nicht. Jedenfalls nicht unter den unixoiden Betriebssystemen. Für ein umfangreicheres Xen-Setup ein geeignetes Basis-System zu finden gestaltet sich schwieriger, als ich zunächst dachte. Favorit wäre für mich ein BSD-System; das einzige, das zur Zeit mit Xen-Unterstützung daherkommt, ist NetBSD. Nicht schlecht, aber NetBSD fehlt ein tauglicher Volume Manager, nachdem vinum mit 4.0 endgültig aus dem System fliegt – nicht weiter verwunderlich, da das Projekt seit 2004 nicht mehr weiterentwickelt wurde. Und bei dem Gedanken an eine Datenbank-DomU unter Volldampf auf einem Disk Image File kommt mir irgendwie das kalte Grausen. Richtig schick wäre ja ein System mit ZFS-Unterstützung, aber da käme nur OpenSolaris in Frage, und das ist mir wiederum für ein Produktivsystem zu wackelig und zu viel Bastelei.

Also kommt derzeit wohl nur Linux für das Projekt in Frage. Xen-Unterstützung ist gegeben, und mit LVM2 steht ein recht solider Volume Manager zur Verfügung – nur welche Distribution? Debian scheidet aus, da mir die Release-Zyklen zu lang und unvorhersagbar sind. Außerdem mag ich nicht so recht daran glauben, dass wirklich alle Pakete zeitnah mit Security Fixes versorgt werden (und mit dieser Befürchtung stehe ich nicht alleine…). Gentoo scheidet auch aus, da ich die ständige Kompiliererei auf einem Produktivsystem nicht gebrauchen kann – die Ressourcen brauche ich für die Applikationen und nicht für gcc. Davon abgesehen – in letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass einige ebuilds nicht mehr wirklich betreut werden, die Entwicklung des Kern-Systems ziemlich chaotisch verläuft (ich sag nur glibc-2.7…) und Xen unter Gentoo noch als experimentell gilt.

Also war mein Plan, mich an Ubuntu zu versuchen. Die kurzen Release-Zyklen versprechen halbwegs aktuelle Software, eine schlanke Basis-Installation belegt keine 200MB, und Xen ist in Form von Paketen für Kernel und Userland-Tools zu haben – prima. Weniger prima ist, dass Ubuntu-Xen für amd64 eher instabil läuft, das Routing aus unerfindlichen Gründen hin und wieder zusammenbricht und DomUs sich ohne ersichtlichen Grund in Status blocked verabschieden. Also bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als noch einen Blick auf OpenSUSE, CentOS und Fedora Core zu werfen. Was soll's, ich hab ja Urlaub…

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